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Quick-Start

Du hast das Cowork-OS aus dem Wizard. Was in den ersten 5 Tagen passieren sollte.

Lesedauer: 5 Min

Du hast den Setup-Wizard durchlaufen und eine ZIP heruntergeladen. Im ZIP steckt deine personalisierte Cowork-OS-Struktur. Was du jetzt in den nächsten Tagen damit machst, entscheidet, ob das System eine fünf-minütige Spielerei bleibt oder dein zentrales Arbeits-Tool wird.

Tag 1 — Einrichten und verstehen

  1. ZIP entpacken nach ~/Documents/cowork/. Du kannst den Folder nennen wie du willst — aber bleib bei einem Namen, der für dich Sinn ergibt.
  2. In Cowork verbinden:Cowork öffnen → Folder auswählen → diesen Folder wählen → "Always allow" klicken.
  3. Obsidian installieren(kostenlos, von obsidian.md) → "Open folder as vault" → denselben Folder wählen.
  4. Files überfliegen. Geh durch claude.md, memory.md und die Files unter 00-resources/. Du musst nichts ändern — aber du solltest wissen, was wo steht.

Tag 2 — Voice-Principles bauen

Die wichtigste Datei in deinem Setup ist 00-resources/wie-ich-schreibe.md. Der Wizard hat dort Platzhalter eingesetzt — die solltest du jetzt mit echten Mustern füllen. Nicht von Hand. Lass Cowork das machen.

Drei Wege, je nachdem wo deine echten Texte liegen:

  • Drive / Cloud-Connector: Cowork zieht sich die letzten 10-30 Newsletter / LinkedIn-Posts / Mails und destilliert den Stil.
  • Texte direkt einfügen: Du fügst 5-10 Texte in den Chat ein, Cowork extrahiert.
  • Aus bestehenden Files im Vault: Wenn du schon Texte als Markdown hast, Cowork liest sie direkt.

Detaillierte Anleitung mit Beispiel-Prompt in Voice-Principles extrahieren.

Tag 3 — Erste echte Aufgabe

Jetzt der Test: dein erstes echtes Workflow-Beispiel. Nimm eine Aufgabe, die du sowieso hattest — Mail beantworten, Post schreiben, Klienten-Update vorbereiten. Lass sie Cowork machen.

Erster Workflow-Test

In Cowork einfügen — pass den ersten Satz an deine Aufgabe an.

Ich brauche [konkrete Aufgabe — z.B. einen LinkedIn-Post zum Thema X, eine Antwort auf die Mail von Y, einen Newsletter-Entwurf zu Z].

Bevor du schreibst:
1. Lies wie-ich-schreibe.md, damit der Ton stimmt
2. Frag mich nach den 2-3 Details, die du brauchst und nicht aus dem System ziehen kannst
3. Schreib mir 3 Headline-Optionen (kurz, mittel, provokant), dann den Body
4. Output landet als Draft, nicht senden / publishen

Lass uns starten.

Wenn der Output nicht nach dir klingt: korrigier kurz, sag was anders soll. Cowork lernt — und Voice-Principles wachsen mit.

Tag 4 — Erste Erweiterung

Jetzt wo du gesehen hast, dass das System funktioniert: dehne es aus. Welcher Bereich deiner Arbeit fehlt noch in den Standard-Workstations?

  • Finanzen / Spending-Tracking?
  • Speaking-Engagements?
  • Membership / Community-Betrieb?
  • Sales / Marketing / Support?

In der Bibliothek findest du fertige Workstation-Templates. Such dir 1-2 raus, lade sie herunter, kopier den Personalisieren-Prompt — und Cowork passt die Vorlage in 2 Minuten an dich an.

Tag 5 — Routine etablieren

Letzter Schritt: Cowork in deinen Tag einbauen. Drei Routinen, die ich empfehle:

Morgens (5 Min): Tages-Briefing

Morning-Briefing

Optional als gespeicherter Prompt, wenn du den Skill nicht installiert hast.

Gib mir ein knappes Briefing für heute:
- Was steht im Kalender (mit Uhrzeit)
- Welche Mails der letzten 24h sind nicht beantwortet
- Welche aktiven Projekte brauchen heute Bewegung (siehe memory.md)
- Wo ist Reibung absehbar

Max eine Bildschirmseite. Konkret, knapp.

Vor wichtigen Terminen: Meeting-Vorbereitung

Entweder als Skill installiert (siehe Bibliothek → Meeting-Vorbereitung) oder per Prompt. Cowork zieht Termin + Verlauf + offene Themen → fertiges Briefing.

Am Ende des Tages: Session-Audit

Session-Audit am Tagesende

Auch als Skill verfügbar — siehe Bibliothek.

Bevor wir Schluss machen, gehe die heutige Session durch:
- Was sind neue Erkenntnisse, die du dir merken solltest?
- Welche Präferenzen habe ich heute ausgedrückt?
- Welche Entscheidungen sind gefallen?

Schreib einen Vorschlag, was wo in memory.md gehört — bevor du irgendwas änderst, zeig's mir.

Was du in den ersten 30 Tagen NICHT tun solltest

  1. Alle Workstations auf einmal installieren. Du überforderst dich selbst und das System. Pro Woche eine neue.
  2. Memory.md manuell pflegen. Lass Cowork das machen. Wenn du selbst editierst, vergisst du es nach drei Wochen.
  3. Voice-Principles aus Vermutung schreiben.Lass Cowork sie aus echten Texten extrahieren. Sonst klingt's nach dir-wie-du-dich-siehst, nicht nach dir-wie-du-schreibst.
  4. Klienten-Klarnamen in der Root-memory.md. Nur Initialen. Sonst ist DSGVO und Vertraulichkeit schnell verloren.

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